Für Betroffene

Sport, Krebstherapie und Prognose

Bewegung und körperliche Aktivität können nachweislich eine positive Wirkung auf die Krebstherapie, Krebsprognose und das Überleben haben. Nähere Informationen geben wir Ihnen hier.

Für Betroffene

Sport und die Krebsprognose

Bewegung und körperliche Aktivität können nachweislich eine positive Wirkung auf die Krebsprognose und das Überleben haben. Nähere Informationen geben wir Ihnen hier.

Behandlungsfelder der Krebstherapie

Wo Bewegungsangebote im Therapieverlauf ansetzen können

Unser bewegungstherapeutisches Angebot beginnt bereits mit Diagnosestellung und kann an vielen Stellen der Behandlung ansetzen. Dazu gehören die folgenden Behandlungsfelder.

Prähabilitation

Allgemeine Chemotherapieverträglichkeit

Antihormonelle Therapie

Palliatives Behandlungsumfeld

Nebenwirkungsmanagement

Körperliche Funktionen

Prognose und Überleben

Verbesserte Chemotherapieverträglichkeit durch Bewegung?

Wie köperliche Aktivität hilft.

Einzelne Studien berichten, dass Patient/innen, die unter Chemotherapie körperlich aktiv sind, weniger häufig die Chemotherapie abbrechen müssen oder weniger häufig eine Reduktion der Chemotherapiedosis erhalten. Eine kanadische randomisierte kontrollierte klinische Studie mit 242 Studienpatienten konnte in diesem Zusammenhang zeigen, dass ein 3x/Woche durchgeführtes Krafttraining begleitend zur adjuvanten Chemotherapie bei Mammakarzinom dazu führt, dass die geplante Dosis zu 89,8% erreicht werden konnte. Im Vergleich dazu lag die Quote bei einem 3x/Woche durchgeführtem Ausdauertraining bei 87,4% und in der nicht trainierenden Kontrollgruppe bei 84,1%. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Unterschied und sind für die Behandlungspraxis stark relevant.

Antihormonelle Therapie und Sport – passt das zusammen?

Aktiv werden gegen Nebenwirkungen

Es ist bekannt, dass die antihormonelle Therapie mit zahlreichen Nebenwirkungen einhergeht. Erste Studien haben in diesem Zusammenhang die Bedeutsamkeit der Sport- und Bewegungstherapie gezeigt. So wirkte sich beispielsweise ein intensiviertes (inkl. Sprungübungen) Krafttraining einem beschleunigten Knochendichteverlust entgegen. Ähnliche Befunde konnten mit Blick auf Gelenkschmerzen- und steifigkeit berichtet werden. Zudem sind sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen in der Lage, das Körpergewicht zu stabilisieren.

Erst Sport, dann Operation?

Die Vorbereitung vor dem operativen Eingriff

Unter Prähabilitation wird die bewegungstherapeutische Vorbereitung vor einem operativen Eingriff verstanden. Durch entsprechendes Handeln sollen so weniger Probleme während, aber auch eine schnelle Wiederherstellung nach Abschluss der Therapie erreicht werden. Betrachtet man die Ergebnisse von Studien an einem Beispiel des Lungenkarzinoms, so können folgende zentrale Resultate festgehalten werden: prähabilitative Maßnahmen beim Lungenkarzinom vor Operationen erhöhen die Atemkapazität und reduzieren die Krankenhausaufenthaltsdauer nach Operation. Ebenso treten weniger häufig Behandlungskomplikationen auf. Ähnliche Ergebnisse zeigen sich für zahlreiche Krebsarten!

Palliative Bewegungsprogramme, ein wichtiges Thema!

Bewegung für mehr Lebensqualität

Erste Studien legen nahe, dass auch in der palliativen Behandlung sport- und bewegungstherapeutische Methoden angewendet werden sollten. Dabei zeigen sich sowohl positive Einflüsse auf die motorische Leistungsfähigkeit als auch auf entsprechende Indikatoren der Lebensqualität. Des Weiteren lieferte eine Studie Resultate, in der mit Hilfe von drei isometrischen Kraftübungen das Schmerzempfinden von Patient/innen unter Bestrahlung von Wirbelsäulenmetastasen signifikant reduziert werden konnte. Zudem konnte ein positiver Einfluss des Trainingsprogramms auf die Remineralisierung der bestrahlten Knochenstrukturen nachgewiesen werden.

Was zählt: Die Prognose

Was Sport wirklich kann

Erste Studien weisen darauf hin, dass körperliche Aktivität das Gesamtüberleben und das krebsspezifische Überleben bei Brust-, Darm- und Prostatakrebs möglicherweise verlängert.

Beim nicht metastasierten Mamakarzinom kann sich die brustkrebsspezifischen Mortalitätsrisiko bei Patientinnen, mit einem moderaten bis hohen körperlicher Aktivitätsumfang bis zu 41% reduzieren. Für das Krankheitsbild des Kolektoralkarzinoms zeigte sich, dass sich bei Patienten, die wenigstens etwas aktiv waren, bereits eine Risikoreduktionen der krebsspezifischen Mortalität um 23% ergibt. Führt man einen Vergleich zwischen Patienten mit hohem versus niedrigem Aktivitätsniveau durch, fanden sich mittlere Risikoreduktionen von 44% für die krebsspezifische beziehungsweise 42% für die Gesamtmortalität.

Für andere Krebserkrankungen liegen bislang nur vereinzelte Beobachtungen zur Wirkung von körperlicher Aktivität und Prognose vor, doch lassen sich bisher klare Trends erkennen. Übergreifend sprechen wir von einer 34%igen Reduktion der krebsspezifischen Sterblichkeit durch ein körperliches Training von ca. 3 Stunden pro Woche.

Nebenwirkungsmanagement: So viel kann Bewegung tun

Fatigue, Angst, Lebensqualität und Co.

Bewegung und spezifische Bewegungsprogramme haben nachweislich positive Wirkungen auf verschiedene Nebenwirkungen der Krebstherapie. Um Ihnen einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten zu geben, schauen Sie bitte direkt auf die Seite Therapienebenwirkungen.