„Ein genauer Plan hat mir sehr dabei geholfen,
nicht immer nur Vorsätze zu haben,
sondern einfach mal anzufangen.
Natürlich bin ich auch mal faul und
mach nicht immer alles so, wie ich es geplant habe.
Aber davon lass ich mich nicht entmutigen,
sondern mache am nächsten Tag einfach weiter.“

– Patient/in

1. Gut geplant ist halb gewonnen

Die Wissenschaft hat gezeigt, dass eine Strategie sehr gut hilft, seine Vorsätze auch tatsächlich umzusetzen: die Planung. So einfach das Planen auch klingt, es ist sehr wirkungsvoll. Je konkreter ein Plan ist, desto besser. Ein Plan muss in der Lage sein, alle sogenannten 4 W-Fragen zu beantworten.

„Ein genauer Plan hat mir sehr dabei geholfen, nicht immer nur Vorsätze zu haben, sondern einfach mal anzufangen. Natürlich bin ich auch mal faul und mach nicht immer alles so, wie ich es geplant habe. Aber davon lass ich mich nicht entmutigen, sondern mache am nächsten Tag einfach weiter.“  –  Patient/in

Beispiel

Jeden Montag gehe ich um 11:30 Uhr zum Stretching.

Anschließend muss der Plan nochmals nach folgenden Kriterien überprüft werden:

Ist der Plan präzise?
Ist der Plan passend für mich?
Ist der Plan praktikabel?

Ohne Planung – kein Handeln!

Mit einem präzisen, für Sie passenden und praktikablen Plan – aber schon!

 

  1. WAS werde ich machen?
  2. WO werde ich das machen?
  3. WANN werde ich das machen?
  4. MIT WEM werde ich das machen?

Tipp:

Schwankt Ihre körperliche Leistungsfähigkeit während der Krebstherapie?
Dann empfehlen wir Ihnen, einen Sportplan für bessere Tage und einen Sportplan für Tage, an denen es Ihnen nicht so gut geht aufzustellen.

2. Barrieren erkennen – Gegenstrategien finden

Der Plan ist erstellt, er ist gut durchdacht, präzise, passend für Sie und praktikabel. Doch leider kommt häufig etwas dazwischen.
Es gibt innere und äußere Hinderungsgründe, die einen davon abhalten können, seinen Plan durchzuführen.
Lassen Sie sich nicht davon abschrecken. Erkennen Sie Ihre individuellen Barrieren und finden Sie für sich passende Gegenstrategien.
Diese Strategien können auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen: Im Verhalten, im Kopf oder am Umfeld.

„Fast wie ‚neu geboren‘! Die Überwindung des ‚inneren Schweinehunds‘ lohnt sich!“ – Patient/in

Beispiel

Wenn ich mich am Montagmorgen sehr schlapp fühle, mache ich einen 10-minütigen ruhigen Spaziergang, anstatt – wie geplant – 30 Minuten strammes Gehen.

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Wichtig:

Überlegen Sie sich im Vorhinein ganz konkret Ihre Gegenstrategien, dann können Sie die Barrieren direkt entkräften.

3. Körperliche Aktivität im (Behandlungs-) Alltag

Zu einem körperlich aktiven Lebensstil gehört neben der sportlichen Aktivität auch die Alltagsaktivität dazu.
Der Alltag der meisten Betroffenen ist häufig von Arztterminen, Fahrten ins Krankenhaus und Maßnahmen der medizinischen Behandlung geprägt. Auch diejenigen, die nach abgeschlossener Erkrankung wieder zurück in Ihrem normalen Alltag sind, erleben diese Terminproblematik.

„Durch den Sport bekam ich wieder das Gefühl, mehr Kraft zu bekommen, die bisher fehlte.“ – Patient/in

„Nach anfänglichen Ängsten habe ich gemerkt, dass es das Beste ist, wenn ich mich reichlich in der Natur bewege. Ich will Mut machen zur sportlichen Betätigung, sie stärkt das seelische Gleichgewicht und das allgemeine Wohlbefinden.“ – Patient/in

Tipp:

Wie Sie trotz dieser Umstände mehr Bewegung in Ihren Alltag bringen, wäre zum Beispiel:
Nutzen Sie die Wartezeit beim Arzt z.B. für einen kleinen Rundgang. Gehen Sie das letzte Wegstück zur Behandlung zu Fuß.
Nehmen Sie regelmäßig die Treppe. Lassen Sie sich nicht zu viel abnehmen – das hält fit! Auch ganz kleine Bewegungen sind besser als keine. Selbst im Bett können leichte Übungen durchgeführt werden.

4. Gemeinsam aktiv sein

Vielen Personen fällt es leichter, in Gemeinschaft körperlich aktiv zu sein. Manche bevorzugen allgemeine Sportvereine oder -gruppen, andere spezielle Angebote für Krebspatient/innen. Wieder andere sind lieber gemeinsam mit ihrem Partner/in oder Freund/in körperlich aktiv. Sich gemeinsam zu bewegen macht vielen nicht nur mehr Spaß, sondern bietet auch einen festen Rahmen, der einem dabei hilft, am Ball zu bleiben. Hilfreich kann es auch sein, Kontakt zu anderen Personen mit Krebserkrankung zu suchen, die es bereits geschafft haben, einen körperlich aktiven Alltag aufzubauen: Tipps, Tricks und gegenseitige Aufmunterungen können einen mitreißen.

Mit Gleichgesinnten zu trainieren, gibt einem Mut und Kraft daran zu glauben, diese heimtückische Krankheit besiegen zu können!“ – Patient/in

Tipp:

Die passenden Gruppen- und Bewegungsangebote finden Sie über unsere Suchfunktion in unserer Karte!

5. Vermeiden Sie übertriebene Erwartungen

Wie Sie auf dieser Webseite lesen können, hat körperliche Aktivität viele positive Effekte – aber es ist kein Wundermittel. Versuchen Sie, realistische Erwartungen zu entwickeln und schenken Sie auch den kleinen positiven Effekten Beachtung.
Genießen Sie beispielsweise den Moment, wenn Sie sich in frischer Luft bewegen oder wie ausgeglichen und zufrieden Sie sich nach einer Sporteinheit fühlen.

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Wichtig:

Fangen Sie ganz langsam an und übertreiben Sie nicht, damit Sie sich nach der Aktivität nicht schlapp, sondern frisch fühlen.

Erfahrungen anderer Patient/innen

„Die Teilnahme (am besten regelmäßig) an der PNP-Gruppe lindert nicht nur meine Beschwerden, sondern hilft mir auch über depressive Phasen zu kommen.“

„Durch den Sport bekam ich wieder das Gefühl, mehr Kraft zu bekommen, die bisher fehlte.“

„Bewegung und Krebs. Das Beste, was mir bei der Erkrankung passieren konnte. DANKE!“

„Fast wie ‚neu geboren‘! Die Überwindung des ‚inneren Schweinehunds‘ lohnt sich!“

„Seit ich mein Colostoma habe, sind meine Aktivitäten im Sport sogar vielseitiger geworden. Man kommt mit anderen Menschen in Kontakt. Nach den Aktivitäten fühle ich mich körperlich und seelisch wunderbar!“

„Nach anfänglichen Ängsten habe ich gemerkt, dass es das Beste ist, wenn ich mich reichlich in der Natur bewege. Ich will Mut machen zur sportlichen Betätigung, sie stärkt das seelische Gleichgewicht und das allgemeine Wohlbefinden.“

„Der Sport tut mir einfach gut. Noch vor Monaten hätte ich nicht im Traum daran gedacht, freiwillig und regelmäßig zum Lauf-(!!!) Training zu gehen.“

„Mit Gleichgesinnten zu trainieren, gibt einem Mut und Kraft daran zu glauben, diese heimtückische Krankheit besiegen zu können!“